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	<title>BAG Urteil &#8211; Rechtsanwaltskanzlei Münch</title>
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	<description>Arbeits-, Medizin- und Datenschutzrecht in Cottbus</description>
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		<title>Kündigung, kein neuer Job – und trotzdem kein Geld?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefanie Münch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Dec 2025 14:33:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Annahmeverzugslohn]]></category>
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					<description><![CDATA[Was tun, wenn der Chef kündigt, aber das Gericht später sagt: Die Kündigung war rechtswidrig? Viele Arbeitnehmer freuen sich dann auf Nachzahlungen, denn das Arbeitsverhältnis bestehtoffiziell weiter, also auch die Pflicht zur Gehaltszahlung. Doch Vorsicht: Wer in dieser Zeiteinfach nichts tut, geht womöglich leer aus! Der Fall vor dem BundesarbeitsgerichtEin Arbeitnehmer wurde gekündigt, klagte dagegen [&#8230;]]]></description>
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									<p>Was tun, wenn der Chef kündigt, aber das Gericht später sagt: Die Kündigung war rechtswidrig?</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Viele Arbeitnehmer freuen sich dann auf Nachzahlungen, denn das Arbeitsverhältnis besteht<br />offiziell weiter, also auch die Pflicht zur Gehaltszahlung. Doch Vorsicht: Wer in dieser Zeit<br />einfach nichts tut, geht womöglich leer aus!</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Der Fall vor dem Bundesarbeitsgericht<br />Ein Arbeitnehmer wurde gekündigt, klagte dagegen und gewann. Die Gerichte entschieden:<br />Die Kündigungen seines Arbeitgebers waren unwirksam. Er verlangte daraufhin rückwirkend<br />Lohn (sogenannter Annahmeverzugslohn) sowie Schadensersatz für den entgangenen<br />Dienstwagen. Streitwert: über 174.000 €.<br />Doch das Landesarbeitsgericht Niedersachsen meinte: Der Mann hätte sich bei der<br />Arbeitsagentur als arbeitssuchend melden müssen. Weil er das nicht tat, sei das „böswilliges<br />Unterlassen“ und er habe damit auf einen neuen Job verzichtet, den er vielleicht bekommen<br />hätte. Ergebnis: Kein Geld.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Was sagt das Bundesarbeitsgericht?</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Das Bundesarbeitsgericht (BAG*) sah das anders. Ja, wer untätig bleibt und zumutbare Arbeit<br />bewusst nicht annimmt, muss sich das anrechnen lassen, aber nicht jede Untätigkeit ist<br />gleich „böswillig“.<br />Nur weil der Arbeitnehmer sich nicht arbeitsuchend gemeldet hat, darf man nicht<br />automatisch auf Böswilligkeit schließen. Die Richter betonten, dass immer alle Umstände im<br />Einzelfall betrachtet werden müssen:<br />&#8211; Hat der Arbeitnehmer ernsthaft nach einem neuen Job gesucht?<br />&#8211; Gibt es Hinweise, dass er sich bewusst geweigert hat, zu arbeiten?<br />&#8211; War die Kündigung vielleicht sowieso fragwürdig?<br />Ein einzelner Verstoß – wie die fehlende Meldung bei der Arbeitsagentur – reicht also nicht,<br />um den Lohnanspruch vollständig zu streichen.</p>
<div>BAG, Urteil vom 12.10.2022 – 5 AZR 30/22 (LAG Niedersachsen, Urteil vom 09.11.2021 – 10 Sa15/21)</div>
<div>Was bedeutet das für Arbeitnehmer?<br />Wer nach einer Kündigung auf sein Gehalt hofft, muss sich nicht sofort panisch bei der Agentur melden – aber Untätigkeit ist riskant. Je mehr man zeigen kann, dass man sich um eine neue Stelle bemüht hat, desto besser. <br /><br /></div>
<ul>
<li>Bewerbungen schreiben</li>
<li>Vorstellungsgespräche wahrnehmen- Bewerbungsaktivitäten dokumentieren</li>
<li>Dazu gehören zum Beispiel:</li>
</ul>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p><b>Unser Fazit</b></p>
<p>Kündigung gewonnen? Super – aber bitte nicht zurücklehnen!<br />Auch wenn das Arbeitsverhältnis offiziell weiterbesteht, kann ein Gericht prüfen, ob Sie sich<br />hätten anderweitig beschäftigen können. Wer dann untätig war, riskiert, leer auszugehen.</p>
<p><!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --></p>
<p>Sie wurden gekündigt und fragen sich, ob und wie Sie rückwirkend Lohn einfordern<br />können?<br />Wir helfen Ihnen, Ihre Rechte durchzusetzen – kompetent, verständlich und auf Augenhöhe.<br />Vereinbaren Sie jetzt eine Erstberatung.</p>
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